Am Samstag, 24.09.2011 trafen sich um die 30 Aktive der Freiwilligen Feuerwehr Münchberg zu ihrem ersten Aktionstag. Besonders erfreulich war, dass sich darunter auch der Großteil der Jugendgruppe befand. Vorbereitet und Organisiert wurde diese ganztätige Ausbildungsveranstaltung von Kommandant Martin Schödel. Ihm standen die beiden Kreisbrandmeister Robert Bauer und Jürgen Günther sowie Zugführer und Gruppenführer zur Seite.
Um 07.00 Uhr begann der Tag mit einem gemeinsamen Frühstück. Der Kommandant wies die Aktiven darauf hin, dass zu einigen Einsatzübungen gruppenweise, zu anderen zugweise alarmiert wird.
Gegen 08.00 Uhr ging der erste Alarm für Gruppe 1 ein. Die Werksfeuerwehr der Fa. Neutex forderte Unterstützung wegen eines Arbeitsunfalles an.
Zeitgleich wurde die Gruppe 2 zur Menschenrettung zum Aussichtsturm „Rohrbühl“ beordert. Ein Kletterer stürzte vom Turm ab und blieb auf einem Podest in ca. 7 m Höhe liegen. Wegen der Enge im Turmaufstieg war eine Rettung auf diesem Wege nicht möglich. Somit blieb die Einsatzkräften nur die Rettung über die Steckleiter. Da auch wegen der geringen Größe und der hohen Brüstung der Aufbau eines Leiterhebels unmöglich war, wurde der Verletzte gut gesichert mit der Schleifkorbtrage auf der Steckleiter nach unten gelassen.
Nachdem beide Gruppen wieder im Gerätehaus waren, ging es um 09.15 Uhr schon wieder los. Dieses Mal wurde der gesamte Löschzug zu einem Kellerbrand in die Sparnecker Straße gerufen. Beim Eintreffen am Übungsobjekt erfuhren die Kameraden, dass sich noch Personen in den verqualmten Räumen befinden sollen.
Gegen 13.15 Uhr wurde die Gruppe 2 im Umgang mit dem Türöffnungswerkzeug geschult, während Gruppe 1 zu einem Containerbrand zur Fa. Frank Walder gerufen wurde. Vor Ort stellte sich heraus, dass ein Spezialcontainer zur Verdichtung von Verpackungsmaterial in Brand geraten war und ein Arbeiter beim Löschversuch zum Teil in den Container geraten war.
Vier Fahrzeuge waren hier ineinander gefahren. Insgesamt galt es, 8 verletzte Personen aus den Fahrzeugen zu befreien. Hier kamen hydraulische Rettungsgeräte wie Spreizer, Schneidgerät und Rettungszylinder zum Einsatz. Großer Wert wurde auch auf eine Patientenschonende Befreiung der Personen aus den Fahrzeugen gelegt.
Dank gilt es neben den Autohäusern, welche die Fahrzeuge zur Verfügung stellten vor allem den Kameraden der DLRG Münchberg zu sagen. Diese stellten für diese Übung vier Verletzte, die aus den Unfallautos befreit wurden.
Gegen 16.30 Uhr wurde Gruppe 2 zur Personenrettung zum Aussichtsturm „Rohrbühl“ gerufen. Kurz darauf stand für Gruppe 1 der Containerbrand bei der Fa. Frank Walder auf dem Programm. Nachdem Gruppe 1 die verletzte Person auf dem Rohrbühl sicher wieder auf dem Boden hatte, wurde sie zur Unterstützung ihrer Kameraden in die Heinrich-Wirth-Straße beordert. Hier wurde auch die letzte Übung des Tages gemeinsam beendet.
Nach der Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft klang der anstrengende, aber auch sehr interessante Tag mit einem Grillfest, zu dem auch einige Familienangehörige hinzukamen, gemütlich und vor allem ohne Alarm aus.
Andreas Hentschel