Viele Fahrer und Maschinisten der freiwilligen Feuerwehr zählen eher zu den Gelegenheitsfahrern, die meist nur bei der Feuerwehr und nicht regelmäßig am Steuer eines LKW sitzen.
Bei Einsätzen muss es aber meist schnell gehen und das Fahrzeug muss auf der Einsatzfahrt sicher beherrscht werden. Ein schwieriger Spagat zwischen Schnelligkeit und Sicherheit.
Ein weiteres Problem besteht darin, dass mehrere, unterschiedliche Fahrzeuge verschiedener Baujahre und diverser Fahrzeughersteller zur Verfügung stehen. Jedes Fahrzeug reagiert anders und bei Hindernissen oder Engstellen erfordert die gleiche Situation unter Umständen unterschiedliche Handhabungen.
Dem Kennenlernen der eigenen Einsatzfahrzeuge, ihrer Abmessungen und ihres Fahrverhaltens diente deshalb das Sicherheitstraining bzw. Geschicklichkeitsfahren das Ende September auf dem Gelände der Firma Beständig Clipper Logistics Group in Münchberg stattfand.
Der aufgebaute Parcours beinhaltete insgesamt 12 Übungen, die von den Fahrern ausgiebig mit jedem vorhandenem Fahrzeug absolviert werden konnten.
Folgende Übungen standen zur Verfügung:
Als besonderes Highlight wurde uns von der LVO Landwirtschaftliche Vertriebs GmbH Markersreuth ein Anhänger für Rangierübungen zur Verfügung gestellt. Jeder interessierte Maschinist konnte hier das Rückwärtsschieben und das Andocken an eine Rampe üben. Hier handelt es sich sicherlich nicht um eine feuerwehrspezifische Übung, die aber doch rege genutzt wurde.
Nach Beendigung dieses tagfüllenden Übungstages stand eines fest: das Ziel dieser Fahrübungen, die den Fahrern die Abmessungen der Einsatzfahrzeuge veranschaulichen und verinnerlichen sollten, wurde erreicht. Das Verhalten beim An- und Überfahren von Unebenheiten und der notwendige Platzbedarf beim Rangieren wurde sensibilisiert.
Trotz dieser Übungen bitten wir die Bevölkerung um Mithilfe für einen eventuellen Ernstfall.
Parken sie ihre Fahrzeuge so, dass eine Mindestdurchfahrtbreite von 3 Metern zur Verfügung steht und vermeiden sie unnötiges links und rechts Parken, das zur Slalomfahrt zwingt und dadurch Zeit kostet, die anderen ihr Hab und Gut oder im schlimmsten Fall sogar das Leben kosten könnte. Jeder kann der nächste sein, der die Hilfe von Feuerwehr oder des Rettungsdienstes benötigt und dann froh ist, wenn aus Minuten keine gefühlten Stunden werden.
Wir bedanken uns für die freundliche und unbürokratische Unterstützung bei: