Großer Bahnhof für Drehleiter

Foto: FF Münchberg

An die 200 Gäste konnte Bürgermeister Thomas Fein bei der Übergabe der DLA (K) in der Fahrzeughalle der Freiwilligen Feuerwehr Münchberg willkommen heißen. Sein besonderer Gruß galt MdL Alexander König, stv. Landrat Alexander Eberl, seinen beiden Stellvertretern Max Petzold und Thomas Agel sowie etlichen Stadträten, Manfred Hahn und Thorsten Gitschke von Mercedes, Günter Friedrich von der Fa. Ludwig, Abordnungen von der PI Münchberg, des BRK und der Integrierten Leitstelle Hochfranken, KBR Helmut Wilfert, KBI Bernd Hohenberger, sämtlichen Kreisbrandmeistern des Inspektionsbereiches II, Ehrenkommandant und Feuerwehrreferent Armin Hoffmann, Ehren-KBI Heinz Jahreis, zahlreichen Vertretern der umliegenden Wehren sowie Stefan Breit vom Förderkreis Notfallversorgung und natürlich den Kameradinnen und Kameraden der Münchberger Wehr, die ja mit dem neuen Gerät arbeiten müssen.

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Bisher hatte die Münchberger Feuerwehr eine DL 16/4, dessen Leiterpark über Handkurbeln aufgerichtet und bewegt werden musste, im Dienst. Dieses 1981 gebaute Fahrzeug war ursprünglich bei den Stadtwerken im Dienst. Es verfügte über keinen Korb und wurde im Jahr 1988 an die Feuerwehr übergeben.

Durch einen Brand in der Gartenstraße im Jahr 2007 kam bei den Vertretern der Stadt erstmals der Gedanke an eine Ersatzbeschaffung der vorhandenen Leiter auf. Schließlich befinden sich im Stadtgebiet etliche sensible Gebäude wie das Altenheim, das Krankenhaus sowie zahlreiche Industriegebäude. Zunächst war geplant, für Münchberg als Ergänzung zu den in Helmbrechts, Schwarzenbach/Saale und Gefrees stationierten Drehleitern einen Teleskopmast als Hubrettungsfahrzeug zu beschaffen. Einige diesbezügliche Vorführungen und Besichtigungen zeigten, dass dies eine sinnvolle Anschaffung wäre. Durch die geänderten Richtlinien war jedoch die Anschaffung eines Teleskopmasten für Münchberg nicht mehr förderfähig. Da nach Aussage von Bürgermeister Fein auch Vorsprachen im Innenministerium keinen Erfolg brachten, wurde im November 2008 durch den Stadtrat die Beschaffung einer Drehleiter beschlossen.

In der Feuerwehr gründete sich ein entsprechender Arbeitskreis, der nach zahlreichen Vorführungen und Sitzungen die Stadt hinsichtlich der Ausstattung des europaweit auszuschreibenden Fahrzeuges vorbildlich unterstützte. Nach der Bewertung der Angebote erhielt im Juli 2009 die Firma Metz den Zuschlag für die auf ein Mercedes-Fahrgestell aufgebaute Drehleiter. Die feuerwehrtechnische Beladung wurde bei der Firma Ludwig beschafft. Mit 620.000 € ist die Drehleiter das mit Abstand teuerste Fahrzeug, welches für die Münchberger Wehr beschafft wurde. In den vergangenen 10 Jahren wurden durch die Stadt Münchberg mit dem Schlauchwagen, dem Rüstwagen und jetzt der Drehleiter drei Großfahrzeuge mit einem Investitionsvolumen von über 1 Mio. Euro angeschafft.

Er wünscht der Münchberger Wehr viel Erfolg beim Üben und möglichst wenige Einsätze mit dem neuen Fahrzeug.

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Stellvertretender Landrat Alexander Eberl beglückwünscht die Münchberger Wehr zu ihrem neuen Fahrzeug und spricht zugleich aber auch die hohe Verantwortung, die damit auf die Feuerwehrkameradinnen und –kameraden zukommt, an. Auch er hat in seiner Heimatgemeinde gerade die Beschaffung eines solchen Fahrzeuges hinter sich und weiß, wie viel Arbeit dahintersteckt. Eine landesweite Erhebung hat ergeben, dass im Landkreis Hof überdurchschnittlich viele Bürgerinnen und Bürger ehrenamtlich tätig sind. Ohne die vielen ehrenamtlichen Kräfte wäre der Feuerwehrdienst, der ja eine Pflichtaufgabe der Kommunen sei, überhaupt nicht zu bewältigen.

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Kreisbrandrat Helmut Wilfert dankt der Stadt Münchberg für die Finanzierung und sieht die Drehleiter als eine Anschaffung für alle Bürgerinnen und Bürger. In Münchberg steht jetzt landkreisweit die zweite Drehleiter mit Gelenk, durch die umfangreiche Zusatzausstattung sprach er jedoch mit ruhigem Gewissen von der mondernsten Drehleiter im Landkreis. Der Kreisbrandrat überreichte dem Münchberger Kommandanten Martin Schödel einen Plüsch-Grisu. Dieser soll als zusätzlicher „Mann“ auf dem neuen Fahrzeug mit ausrücken und bei Einsätzen betroffenen Kindern Trost spenden.

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Nach dem kirchlichen Segen durch die Pfarrer Martin Kollei und Mariadas Kalluri übergab der Bürgermeister feierlich den Schlüssel an Martin Schödel. Dieser reichte ihn auch gleich an Gerätewart Florian Oertel weiter, welcher sich zukünftig mit seinem Team um das Fahrzeug kümmern wird. Kommandant Martin Schödel wies darauf hin, dass Leitern in der Münchberger Feuerwehr eigentlich eine lange Tradition haben. Aus der Chronik sei zu entnehmen, dass die Münchberger Wehr bereits im Jahr 1870 die erste Schubleiter und im Jahr 1914 eine sogenannte Ballanceleiter bekam. Im Jahr 1961 verfügte die Wehr über 2 fahrbare Magirus-Leitern der Baujahre 1902 und 1914. Nach einer längeren Durststrecke wurde in Jahr 1988 die bis heute im Dienst stehende DL 16/4 von den Stadtwerken übernommen.

Heute am 14.05.2010 erfolge nun die Übergabe der nagelneuen DLA (K) 23/12. Die Leiter mit einer Nennrettungshöhe von 23 Metern hat einen 32 m langen Leiterpark und ist mit einem 3-Mann-Rettungskorb ausgestattet. Aufgebaut ist der Leiterpark auf einem Mercedes Atego mit 290 PS und 15 to zulässigem Gesamtgewicht. An Zusatzausstattung verfügt das Fahrzeug unter anderem über ein Navigationsgerät, eine Korbkamera, eine Wärmebildkamera, einen Elekrolüfter, einen Sprungretter, einen elektrisch verstellbaren Wasserwerfer, Atemschutzausrüstung sowie eine Krankentragehalterung. Momentan verfügt Münchberg über 10 ausgebildete Drehleitermaschinisten. Diese Zahl soll sich jedoch, falls Ausbildungsplätze an den Feuerwehrschulen bereitgestellt werden, noch erhöhen. Schödel dankte dem Arbeitskreis Drehleiter für sein großes Engangement und der Stadt Münchberg für die gute Zusammenarbeit bei der Beschaffung der Drehleiter.

Alle Gäste ließen sich im Anschluss eine deftige Brotzeit, welche die Stadt Münchberg spendierte, schmecken. Aber auch für die eingehende Besichtigung des neuen Gerätes blieb noch genügend Zeit.

Text: Hentschel

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