Jubiläum 30 Jahre Atemschutzwerk und 20 Jahre Atemschutzübungsanlage

Zeitungsbericht zum Jubiläum des ASZ Münchberg / MHZ 04.10.07

Münchberg - Groß gefeiert wurden zwei Ereignisse im Atemschutzzentrum Münchberg des Landkreises Hof: 30 Jahre Atemschutzwerk und 20 Jahre Atemschutzübungsanlage. Mit dabei waren Landrat, Führungsdienstgrade,  Sanitätsdienst,  Atemschutzausbilder, Feuerwehrfahrzeugausstatter, Stadträte sowie das Leitstellenpersonal.

Kreisbrandrat Helmut Wilfert bezeichnete die Atemschutzausbildung als die wichtigste, denn sie schaffe die Voraussetzung, Leben retten zu können. Vor allem die in ihrer Zusammensetzung geänderten Baustoffe setzten im Brandfall gefährliche Gase frei. ,,Brandtote verbrennen nicht, sondern atmen giftige Gase ein und ersticken", betonte er. Bereits nach vier Atemzügen mit Giftgas trete laut Wilfert Bewusstlosigkeit ein und bei acht bis zehn schon der Tod.

Im Landkreis Hof sei die Bedeutung des Atemschutzes schon vor 30 Jahren als eminent wichtig eingestuft worden. Der Kreisbrandrat nannte die damals federführenden Leute wie Landrat Ewald Zuber, Kreisbrandrat Waldemar Ehm, Kreisbrandinspektor Heinz Jahreiß und den Münchberger Kommandanten Armin Hofmann.

,,Sie haben gemeinsam über den Tellerrand geschaut und mit der Errichtung des Atemschutzzentrums eine zukunftsträchtige Entscheidung getroffen." Die vor zwei Jahrzehnten errichtete Atemschutzübungsanlage bezeichnete Wilfert als Grundstock für die überregionale Atemschutzausbildung. Zuvor hätten die Kommunen ihre Atemschutzgeräteträger zur teueren Ausbildungen an die Feuerwehrschulen schicken müssen.

Das Atemschutzzentrum in Zahlen stellte Leiter Robert Bauer vor. Pro Inspektionsbereich seien vier Ausbilder tätig. 800 Masken sowie 400 Geräte würden landkreisweit halbjährlich geprüft. Insgesamt 1500 Wehrleute seien als Atemschutzgeräteträger ausgebildet worden, rund 60 pro Jahr. Insgesamt 16000 Feuerwehrleute seien seit 1987 durch die Atemschutzübungsanlage gegangen. Die laufenden Kosten für den Unterhalt der Anlage schlügen mit jährlich 42000 Euro zu Buche, die der Landkreis bezahle. Für Landrat Bernd Hering ist der Einsatz bei Feuerwehren ohne Atemschutz nicht mehr vorstellbar. Deshalb hänge sehr viel von einer guten Ausbildung ab. Hering dankte denjenigen, die sehr viel Zeit in ihre Ausbildung investieren. Der Kreistag sei deshalb bereit, immer wieder Geld für die Feuerwehren zur Verfügung zu stellen. Er sagte: „Jeder weiß, dass die Feuerwehren gebraucht werden."

Münchbergs Bürgermeister Thomas Fein lobte die gute Zusammenarbeit mit dem Landkreis Hof, denn das Atemschutzzentrum ist bei der Stützpunktfeuerwehr Münchberg angesiedelt. Und zur Notwendigkeit sagte er: ,,Sicherheit und Training sind die Grundlage für einen guten Atemschutzeinsatz."

Als sichtbares Zeichen des Jubiläums wurde an die Feuerwehraktiven ein Ärmelaufnäher ,,Atemschutzzentrum Landkreis Hof" für die Uniform ausgegeben. Beim ,,Tag der offenen Tür" am Nachmittag schauten zahlreiche Interessierte - vor allem aus dem Bereich der Feuerwehren - hinter die Kulissen des Atemschutzzentrums. R.O.

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