Es muss immer der vollständige Feuerwehrschutzanzug, Feuerwehrhelm mit Nackenschutz, Feuerwehrschutzhandschuhe, Feuerwehrsicherheitsschuhe, Feuerwehrsicherheitsgurt und Flammschutzhaube getragen werden.
Bevor der Durchgang beginnen kann muss aber noch die RZA (Registrierung und Zeitkontrolle von Atem-schutzgeräteträgern) durchgeführt werden. Auf dem
Kontrollblatt werden alle wichtigen Daten notiert (Name des Trupps, Einsatzbeginn, -ziel, Auftrag, Gerätenummern, Anfangsdruck) So können die eingesetzten Trupps überwacht und im Notfall leichter aufgefunden werden.
Die Kontrolle dient zur Sicherheit jedes Einzelnen.
Jetzt kann die eigentliche Übung beginnen. Ausgerüstet mit einer Handlampe betritt der Trupp den zweiten Arbeitsraum, der, wie die gesamte weitere Anlage, vollkommen verdunkelt ist. Begonnen wird hier mit dem Einstieg in einen Kessel über einen Domdeckel. Nach Verlassen kommt ein Abstieg auf einer "Hühnerleiter".
Der Raum wird auf 70 bis 80 Grad aufgeheizt. Es müssen zwei Ebenen bewältigt werden.
Nachdem dies geschafft ist, erwartet den Trupp die nächste "Feuerprobe". Hinter einer verschlossenen Tür wird ein Zimmerbrand vermutet. Es muss deshalb mit äußerster Vorsicht in den Raum vorgegangen werden. D.h. der Truppführer prüft die Tür nach evtl. Hitzeeinwirkung, dann wird die Türe aus der Deckung heraus aufgestoßen.
Da bei einem Schwelbrand noch nach einigen Sekunden noch immer mit einer Verpuffung bzw. explosionsartigen Feuerentwicklung (sog. Flash-Over) zu rechnen ist, muss der Trupp hier mind. 10 Sekunden abwarten um diese Gefahr soweit als möglich auszuschließen und somit im Ernstfall sein eigenes Leben zu schützen.
So sollte es eben nicht passieren--->
Der Raum wird dann ebenfalls aus der Deckung heraus und immer in gebückter Haltung betreten. Dieser Zielraum ist zusätzlich zur Dunkelheit verqualmt. Hier ist also der Orientierungs- und Tastsinn der Trupps gefragt. Auch stehen im Raum verschiedene Möbelstücke, die das Vorwärtskommen einschränken.
Nachdem der Trupp schließlich den Ausgang gefunden hat, muss er nochmals eine Konditionsübung absolvieren und zum Schluß wird noch mal Blutdruck und Puls gemessen.
Nach dieser Übung besteht die Möglichkeit sich zu Duschen und sich im Aufenthaltsraum zu erholen.